Los-Nr.: 2177
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Los-Nr.: 2177

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2177  - "Erbach/Schönberg", 1846, ein Unikum der klassischen Philatelie, ein April-Scherz als Brief, vom Absender innen mit Text aus Peking versehen am "1. April 1846", an die Gräfin Mathilda zu Erbach-Schönberg (1816-1872), diese geboren am 1. April, also zu deren 30. Geburtstag, versehen mit einem reizenden Text: "Nachdem ich mir durch einen meiner Mandarinen zu meinen gnädigen Ohren habe referieren lassen, wie sehr du dich in deinem barbarischen Lande um Pflege und Beförderung der Musik verdient gemacht, ohne daß dir deshalb bis jetzt noch von irgend einem Eurer ungläubigen Barbaren ein Zeichen gebührender Anerkennung zu Theil geworden, so habe ich mich bewogen gefunden dir dadurch Meine Gnade und Mein Wohlgefallen zu erkennen zu geben, daß ich dir Meine kaiserliche Leibkapelle mit der Weisung übersende, zur Verherrlichung deines Geburtstages Meine Leibsymphonie vorzutragen, aus welcher du zweifelsohne mit Staunen wahrnehmen wirst, auf welch hoher Stufe von Vollkommenheit in Meinem himmlischen Reiche die Musik gediehen. Als einen weiteren Beweis Meiner besonderen Affektion sende ich dir Mein wohlgetroffenes Bildnis (ohne Diamanten) und eines meiner Lieblingsgerichte. Gegeben zu Peking 1. April 1846". Der Brief vom Absender tatsächlich in Grundkenntnis der postalischen Abläufe mit Postvermerken versehen: "Peking", "Calcutta 3 Schilling", "Leghorn", "Capstadt/Liverpool 15 S.", "Bremen 5 Gld. 12 K." und "p. francfurt", also alles wie ein original gelaufener Brief aussehend, auch rs. mit "Postvermerken", so dass die Empfängerin einen echten Brief aus China gemäß des Absender-Briefkopfes "Wu-Wang I. Beherrscher des himmlischen Weltalls China" vermuten durfte. Faszinosum und Unikum!( ) (Ausruf: 800,--)